Teste Dein Finanzwissen Richtig oder Falsch?

Heute: Tilgungsphänomen. Ist die Aussage richtig oder falsch?

In meiner langjährigen Praxis habe ich immer wieder festgestellt, dass viele vermeintlich einfachen Begriffe aus der Finanzwelt zum Teil falsch interpretiert werden. Dies kann dann zu den falschen finanziellen Entscheidungen führen. Deshalb gibt es jetzt ein neues Format, dass Du zuerst auf meinem Instagram- und auf Facebookprofil findest. Hier erfolgt mindestens einmal die Woche eine entsprechende Umfrage. Die Auflösung kommt dann an dem Veröffentlichungstag immer abends in meinem Storys oder in den Beiträgen. Zum Nachlesen findest du dann die Fragen und die entsprechenden richtigen Antworten mit zum Teil weiteren Informationen und Anmerkungen in meinem Blog oder wie bei dem heutigen Thema in meiner neuen Podcastshow: 5Minutes – der Powerpodcast für Deine Finanzen

 

Der Wissenstest entführt Dich in verschiedene Finanzwelten. Beispielsweise aus diesen Themenbereichen:

  • Immobilien
  • Baufinanzierungen
  • Unternehmensfinanzierungen
  • Anlagen
  • Wertpapiere
  • unternehmerische Beteiligungen
  • Vorsorge und Versicherungen
  • Unternehmenskennzahlen etc.

Heute geht es um das Thema Tilgungsphänomen bei Annuitätendarlehen:

  1. Die Frage
  2. Die Lösung

Auf Instagram und Facebook gibt es dazu in meinen Storys oder Postings immer eine Umfrage, an der Du gerne teilnehmen kannst. Die Verlinkung zu den beiden Social-Media.-Kanälen findest Du hier:

Mein Facebook-Profil
Mein Instagram-Profil

1.Die Frage

2.Die Antwort

Bei einem  Annuitätendarlehen ist die monatliche Kreditrate immer gleich. Diese setzt sich zusammen aus dem Zins- und Tiglungsanteil. Deshalb spricht man auch von einer anfänglichen Tilgung, da sich der Tilgungsanteil bereits im zweiten Monat nach Beginn der Tilgung verändert. Da sich die Darlehenssumme reduziert, ändert sich die Relation. Die zu zahlenden Sollzinsen nehmen ab, der Tilgungsanteil wächst um die ersparten Zinsen.

Um so höher die Sollzinsen sind, desto schneller erhöht sich der Tilgungsanteil. Dadurch wäre die Restschuld des Darlehens nach Ablauf der Zinsbindungsfrist bei dem Darlehen mit dem höheren Sollzins am geringsten. Dies setzt aber voraus, dass die Anfangstilgung in beiden Fällen gleich ist. Dies hat natürlich dann auch zur Folge, dass sich die monatliche Gesamtrate erhöht. Nur wenn man bei einem niedrigeren Darlehenszinssatz die Tilgung entsprechend der Einsparung beim Sollzins erhöht, ergibt sich eine noch niedrigere Restschuld.

Beispiel (diese habe ich in meinem Podcast nochmals erläutert und in den Shownotes zu dem Podcast auch zum Nachlesen als PDF-Datei hinterlegt):

  1. Zinssatz 1%, anfängliche Tilgung 3%, Gesamtrate entspricht 4% auf die abgeschlossene Darlehenssumme bis zum Auslauf der Zinsbindungfrist. Bei TEU 300 Darlehenssumme ergibt sich eine Monatsrate von Euro 1.000
  2. Zinssatz 2%, anfängliche Tilgung 3%, Gesamtrate entspricht 5% auf die abgeschlossene Darlehenssumme bis zum Auslauf der Zinsbindungfrist. Bei TEU 300 Darlehenssumme ergibt sich eine Monatsrate von Euro 1.250 (die Restschuld ist hier niedriger als in der Variante 1 (allerdings bei höherer Monatsrate)

    Beste Alternative:
  3. Zinssatz 1%, anfängliche Tilgung um den Zinsvorteil auf 4% erhöht, Gesamtrate entspricht 5% auf die abgeschlossene Darlehenssumme bis zum Auslauf der Zinsbindungsfrist, bei TEU 300 Darlehenssumme ergibt sich eine Monatsrate von Euro 1.250 (die Restschuld ist hier am niedrigsten, da die Anfangstilgung auf 4% erhöht wurde)
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