Podcast Interview mit Oliver Briemle

Interview mit erfahrenem Unternehmensberater: Hoffnung ist kein Sanierungsplan

Mein Interviewpartner Oliver Briemle, Spezialist für Unternehmenssanierungen gibt meinen Hörern im Podcast #53 viele wertvolle Hinweise für eine erfolgreiche Sanierung eines Unternehmen

In diesen Zeiten ist es wichtig die richtigen Prioritäten zu setzen und dabei nicht das eigentliche unternehmerische Handeln aus den Augen zu verlieren. Denn ein unternehmerischer Blindflug bringt Dich an das falsche Ziel. Dazu gehört auch darüber nachzudenken, dasn Unternehmen rechtzeitig zu sanieren. Denn eine rechtzeitige Sanierung kann ein Unternehmen wieder in die richtige Spur bringen und das auch mit Maßnahmen, die vielen Unternehmen gar nicht bekannt sind.

Oftmals führt auch die Hemmschwelle des Unternehmers/der Unternehmerin dazu, viel zu spät fachliche Unterstützung und Begleitung von Unternehmensberatern in Anspruch zu nehmen.

Interview mit Oliver Briemle im Podcast #53

Mein heutiger Interviewgast ist der Unternehmensberater Oliver Briemle aus dem schwäbischen Türkheim. Kennengelernt haben wir uns vor über 5 Jahren als Mitglied im Bundesverband der deutschen Kreditmediatoren.

Oliver Briemle hat einen Abschluss als Bankbetriebswirt. In 36 Jahren hat er praktische Erfahrung in unterschiedlichen Führungs- und Projektaufgaben gesammelt und ist seit fast 15 Jahren als selbständiger Unternehmensberater in ganz Deutschland tätig.

Den Fokus seiner Beratung hat er neben Gründungs- und Strategieberatung insbesondere auf die Beratung von Unternehmen , die in Schwierigkeiten geraten sind, gelegt. In seinem früheren Bankerleben war Oliver Briemle Bereichsleiter für das Spezialgebiet Krise und Sanierung. Dieses Wissen hat er in seiner Selbständigkeit vertieft und es zu seiner Lebensaufgabe gemacht, Unternehmen in schwierigen Phasen rechtzeitig zu helfen.

Mein Interviewgast ist zertifizierter Berater für das „Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), so dass seine Auftraggeber zum Teil auf finanzielle Fördertöpfe des Bundes für sein Beratungshonorar zurückgreifen können.

Was sagt Oliver von sich selbst?
„In meinem Beruf schlüpfe ich in unterschiedliche Rollen. Start-up-Coach, Moderator oder Berater für Sanierungsunternehmen. Das begeistert mich so an meiner täglichen Arbeit“.

Oliver, als ich Deine Vita durchlas, ist mir aufgefallen, dass du dich in deinem Berufsleben meistens mit unternehmerischen Krisen und Problemen beschäftigt hast. Wie bist du dazu gekommen, denn man kann Deine Arbeit fast schon mit der eines Psychologen vergleichen. Ist es nicht eine große Herausforderung, die Probleme „anderer“ nicht an sich heranzulassen?

Beruflich bin ich durch Zufall als Banker in die Abteilung Revision hineingerutscht. Dabei geht es in der Kreditrevision oft um Unternehmenskrisen und das begleitet mich jetzt seit 1991. Auf der einen Seite muss ich mich empathisch mit dem Unternehmen und seiner Situation identifizieren, auf der anderen Seite kann ich nach Feierabend komplett von den Problemen anderer abschalten. Da mir das gut gelingt, habe ich mich auch in meiner Selbständigkeit auf dieses Spezialgebiet konzentriert.

Was sind für Dich die größten Herausforderungen einer Unternehmenssanierung? 

Das Unternehmen muss je nach Branche weiterlaufen. Zusätzlich müssen Analysen erstellt und Sanierungsmaßnahmen erarbeitet und umgesetzt werden. Dazu kommen Verhandlungen mit dem verschiedenen Stakeholdern und je nach Gesellschaftsform mit den Shareholdern. Im besten Fall kann ein Schuldenschnitt verhandelt werden. Das heißt, die verschiedenen Beteiligten glauben an das neue Konzept und verzichten auf einen Teil ihrer Verbindlichkeiten und das Unternehmen kann neu durchstarten. Das ist seit Jahren einer mein Spezialgebiete in der Sanierung.

Wie wird die Unternehmenssanierung vom Gesetzgeber unterschieden? Hier gibt es seit neuestem den Begriff: STARUG. Kannst Du dies kurz unseren Zuhörern erläutern?

Bisher wurde zwischen außergerichtlicher und gerichtlicher Sanierung unterschieden. Der Gesetzgeber hat zum Jahresende die Sanierung mit gerichtlichem Rahmen erstmals gesetzlich geregelt. Die formalen Anforderungen sind hoch und für kleine Unternehmen nicht praktikabel Diese Frage wäre ein eigener Podcast.

Es gibt den Spruch „Gemeinsam sind wir stark“. Ich habe oftmals den Eindruck, dass viele Unternehmen lieber Einzelkämpfer sind, obwohl es besser wäre, sich mit anderen Unternehmen zusammenzutun oder finanziell starke Partner zu beteiligen. Wie ist hier Deine Meinung und Erfahrung?

Aktuell habe ich ein Ingenieurbüro in der Sanierung. Wir haben das Unternehmen auf verschiedenen Plattformen ausgeschrieben und sind aktuell von Deutschland bis China mit größeren neuen möglichen Partnern in Verhandlungen. Eine Fusion mit einem starken Partner ist eine weitere Möglichkeit der Sanierung.

Unser Leittitel zu diesem Interview hieß: Hoffnung ist kein Sanierungskonzept!
Was kannst Du den Zuhörern noch auf den Weg geben, damit es nicht bei der Hoffnung bleibt und der Unternehmer die richtigen Dinge tut?

Zusammgefasst gebe ich gern fünf Punkte an Deine Hörer/Leser weiter.

In welcher Form können Unternehmen zu Dir Kontakt aufnehmen, um mehr über die Möglichkeiten einer Unternehmenssanierung zu erfahren?

Ich bin ein Telefonat entfernt oder zeitunabhängiger ist eine E-Mail Nachricht. Ich melde mich innerhalb 24 Stunden.

Vielen Dank lieber Oliver, dass Du Gast in meiner Podcastshow gewesen bist.

Hier geht es zur Website von Oliver Briemle.

EXTRA zum Schluss! Kostenloses PDF zum Download seines IHK-Webinars „Unternehmensrestrukturierung in der Corona-Krise“

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