Interview kurz und knackig – Folge 1 – Die richtige Marketingstrategie

Heute gibt es das erste Mal einen Blogbeitrag zu einer gleichzeitig veröffentlichen Podcastfolge. Dies ist auch eine Premiere, denn das neue Format (Interview kurz und knackig – 3 Fragen 3 Antworten) gibt es künftig mindestens 1x im Monat mit unterschiedlichen Interviewgästen und verschiedenen Themen. Das werden auch Themen sein, die nicht direkt mit Finanzen zu tun haben.


Mein heutiger Gast in der Premiere meines neuen Podcastformates ist Ute Schmeiser.

Ute ist seit nunmehr 20 Jahren als Inhaberin der Schmeiser Marketing Agentur in Mönchengladbach erfolgreich tätig. Hierfür zunächst meine Gratulation!

Sie ist darüber hinaus Dozentin bei der IHK Mittlerer Niederrhein für den Zertifizierungslehrgang zum Online-Marketing-Manager sowie für verschiedene Tagesworkshops, wie beispielsweise „Social Media Check für Einsteiger“.

Ute berät und begleitet bundesweit Kunden aus Dienstleistung, Industrie, Handwerk und Handel. Mit viel Erfahrung, Empathie und Fachwissen schafft sie es, für ihre Kunden Klarheit in die Marke und die Marketingaktivitäten zu bringen. Sie setzt Prioritäten, hinterfragt kritisch und entwickelt mit dem Kunden eine klare Marketingstrategie. Das macht sie seit mittlerweile 5 Jahren auch für mich.

Sie sagt von sich, dass sie es liebt, aus Gedanken Worte zu machen und diese Worte in Taten umzusetzen.


Im Interview geht es um die drei wichtigsten Dinge, die Du als Unternehmer unbedingt machen solltest, um mit Deinem Unternehmensauftritt stärker wahrgenommen zu werden:

Was ist beim Branding, der Markenbildung besonders wichtig?

Mein Lieblingsthema, danke Alex für die Frage. Vele meiner Kunden möchten gern etwas tun, rennen los, machen mal einen Flyer, melden sich hier an, bauen eine Website uvm. Mit der Marketingstrategie brauche ich mich ja nicht zu beschäftigen, ich weiß ja, was ich verkaufen will.
Vergleicht man seine Marketingaktivitäten aber mit einem Navigationssystem, ist klar, Sie brauchen ein Ziel und Sie brauchen einen Ausgangspunkt. Daher mein Rat: Beim Aufbau einer Marke sollte ich mir zuerst klar werden, welche Art von Marke ich aufbauen möchte: Personenmarke, Unternehmensmarke, Produktmarke oder/und Arbeitgebermarke. Kurze Markenkunde zum Mitlesen:

Personenmarke (MarkeICH) ist ein Mensch, der mit seinen Leistungen im Mittelpunkt steht – ähnlich einem Berater, Coach, Speaker oder natürlich auch Künstler, Sportler, Schauspieler. Wenn ich darf, nehme ich Dich Alex als positives Beispiel. Du stehst für Deine Leistungen, die mit Dir als MarkeICH eng verknüpft sind. So bekommen Deine Angebote (D)ein Gesicht, Charakter und Emotion. Die besten Voraussetzungen, um unverwechselbar zu sein und Kunden anzuziehen, die zu einem passen.

Eine Unternehmensmarke ist z.B. Apple. Das Unternehmen Apple ist eine Marke und hat natürlich Produkte, aber wenn ich ein Smartphone von Apple kaufe, weiß ich was ich (von Apple) bekomme. Das ganze Unternehmen ist eine Marke. Dies kannst Du auch kombinieren. So steht der Name Henkel (Unternehmensmarke) für eindeutige Attribute und stützt eine Produktmarke (wie z.B. Persil).

Eine Produktmarke ist Coca Cola oder Nutella. Das Unternehmen dahinter ist nicht unbedingt bekannt, oder weißt Du, welche Unternehmensmarke hinter dem Wasser Vio oder dem Schokoriegel Balisto stecken?

Ein besonderes Augenmerk sollte man als Arbeitgeber auf seinen Auftritt als „Marke“ legen. Dies ist nicht nur im Hinblick auf den Fachkräftemangel wichtig. Das ist aber ein eigenes Thema, betrifft aber immer mehr, auch kleinere Unternehmen.

Nach dieser Entscheidung richtet sich, welche Art Online Präsenz sinnvoll ist und mit welchen Inhalten ich mich präsentiere. Bin ich ein Berater oder Coach, so wie Du und ich, dann steht in der Regel der Mensch mit seiner Persönlichkeit, seinen Erfahrungen, seinen Stärken im Mittelpunkt. Beim Unternehmen sind es andere Aspekte, wie die Firmenkultur, das Team, seine Geschichte und seine Vision. Für ein Produkt sind eindeutige Produkteigenschaften wichtig usw. Natürlich kann ein Unternehmenschef hier als Person auftreten und sein Unternehmen bzw. sein Produkt „stützen“ und ihm ein Gesicht geben, wie z.B. Elon Musk für Tesla.

Wie kann ich meine Reichweite erhöhen?

Gute Frage – sozusagen die Frage nach dem heiligen Gral des Marketing. Leider nicht mit einer Formel oder einem Rezept zu beantworten. Daher meine Antwort: Es kommt drauf an! Ganz sicher gehören aber, neben der Strategie, in jedem Fall zwei Dinge dazu:

Ausdauer! Marketing ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Nachhaltige Effekte bei der Reichweite bis hin zum Aufbau eines Kundenstamms verlangen regelmäßige Maßnahmen und am besten, das ist der zweite Punkt, Inhalte (Content), die nachhaltig und nutzenorientiert kommuniziert werden. Erst im zweiten Schritt ist das „Wie“, sprich die Wahl der Online-Plattformen anzusiedeln. „Was“ ist viel wichtiger. Das „Was“ sollte immer geleitet sein vom Bedarf der (hoffentlich vorher definierten) Zielgruppe.Mein Tipp: Ein Brainstorming im Team, mit Kunden, mit Partnern schärft den Blick auf die Probleme des Kunden, die man lösen möchte. Hat man eine Lösung erarbeitet, wird sie sich rumsprechen. Diese aktiven Empfehlungen generieren eine höhere Reichweite – langfristig.

Welche typischen Fehler sollte ich unbedingt vermeiden, wenn es um die richtige Marketingstrategie geht?

Schnellschüsse und Aktionismus, genauso wie das Hinterherhecheln von Trends. Bei meinen Kunden passiert dies oft, wenn wieder mal eine neue „Sau durchs Dorf getrieben“ wird, wie seinerzeit Twitter, Facebook, Pinterest, dann Instagram, dann TikTok, dann wieder Pinterest, dann… na ja. Schnell wird ein Account angelegt und schon ist man omnipräsent und weiß vor lauter Social Media, Online Marketing, Sales Funnel nicht mehr, wie man das alles bewältigen soll.

Mein Praxistipp: Auswählen! Knallhart auswählen bzw. aufräumen. Behalten, was zur o.g. Marketingstrategie passt, weg mit dem Rest. Als Unternehmer sollte man sich aktiv und bewußt für die Kanäle entscheiden, die zu ihm passen, wo seine Zielgruppe sich befindet und was ich als Selbständiger, Unternehmer, Projektleiter oder Mitarbeiter tatsächlich realisieren kann. Eventuell an externe Dienstleister denken, die z.B. wie ich es auch anbiete, einen Corporate Blog für ein Unternehmen pflegen und promoten können. Lieber einige wenige Kanäle und Plattformen professionell und intensiv betreiben, als überall ein bißchen mitzuspielen, aber nicht wirklich sichtbar zu werden. Bauen Sie Werbedruck auf – dafür müssen Sie Ihre Kraft bündeln. Das schafft Aufmerksamkeit – nachhaltig.


Vielen Dank an Ute Schmeiser für den sehr wertvollen Content!

Und für meine Zuhörer bzw. Leser dieses Blogartikels gibt es am Schluss noch ein kleines Geschenk:

Wenn du mehr über die Möglichkeiten erfahren möchtest, wie eine Marketingstrategie für Dein bestehendes Unternehmen oder für Dein geplantes Unternehmen erfolgreich umgesetzt werden kann, dann nutze die Gelegenheit, eine kostenfreie Erstberatung via Zoom, Telefon oder auch regional vor Ort wahrzunehmen.

Und statt der sonst üblichen Begrenzung auf 60 Minuten wird die Erstberatung auf 90 Minuten erweitert. Die Kontaktdaten von Ute findest Du in den Shownotes und in dem Blogartikel zu dieser Podcastepisode. Den Code für dieses spezielle Angebot findest Du am Schluss der Podcastepisode. Also hör rein, es lohnt sich bestimmt.

Kommentar schreiben