Wie Du Deine Kreditraten senken kannst!

Die Coronakrise hält uns weiter in Atem und stellt uns immer wieder vor neuen Herausforderungen.

 

Befindest Du Dich immer noch in Kurzarbeit oder bist Du selbständig und geplante Einnahmen sind Dir weggebrochen? Deine privaten oder geschäftlichen Liquiditätsreserven sind aufgebraucht?

Und dann fordert der Bund gleichzeitig ggs. auch noch erhaltene Zuschüsse zurück, obwohl große Versprechungen bei Beginn der Krise seitens der verantwortlichen Politiker gemacht wurden, dass dies nicht erfolgen wird.

 

Wenn Du merkst, dass Du aufgrund einer der genannten Gründe derzeit nicht in der Lage bist, Deine laufenden Kosten dauerhaft zu decken, dann ist es extrem wichtig, rechtzeitig zu handeln und weitere Wege zu suchen, Deine persönliche bzw. geschäftliche Situation zu verbessern bzw. zu stabilisieren.

 

Im Rahmen der Coronasoforthilfen hatte der Bund im März 2020 gesetzlich geregelt, dass die Finanzierungsbanken unter anderem bei Verbraucher- als auch Immobilienkrediten Dir die Möglichkeit einräumen mussten, die Kreditraten bis zum 30.06.2020 zu stunden (vorausgesetzt, Du warst vorher mit dem Kredit nicht in Schieflage geraten bzw. hattest keine Ratenrückstände). Auch eine Kündigung wegen Zahlungsverzug war in dieser Zeit nicht möglich.

 

Was ist aber jetzt nach dem 30.06.2020?

Bisher ist eine gesetzliche Verlängerung des Stundungszeitraums nicht erfolgt. Ob der Bund hier nochmals eine ähnliche Regelung herbeiführen wird, bleibt abzuwarten, aber darauf solltest Du nicht warten!

 

 

Was solltest Du jetzt tun?

Du musst selber aktiv werden und zwar jetzt!

 

Wenn Du nicht nur kurzfristige Liquiditätsprobleme haben solltest bzw. oder Du unsicher bist,  dass ein befürchteter zweiter Lockdown im Herbst kommen könnte (und sich spätestens dann wieder Deine finanzielle Lage verschlimmern könnte), dann solltest Du in jedem Fall auf die Finanzierungsbank aktiv und rechtzeitig zugehen, bevor es „Fünf vor Zwölf“ ist.

 

 

Mein Tipp:

Viele Banken hatten über den gesetzlich festgelegten Zeitraum hinaus ihren Kunden die Möglichkeit gegeben, den Stundungszeitraum bis 6 oder sogar 12 Monate zu verlängern und das zum Teil unbürokratisch und schnell. Oftmals konntest Du hierzu auch Informationen auf der Homepage der jeweiligen Bank finden.

 

Ob ein Aufschub der Kreditrate auch jetzt noch möglich ist und welcher Nachweis hierfür erforderlich wäre, solltest Du direkt mit Deiner Finanzierungsbank klären.

 

Gehe im ersten Schritt auf die Homepage der Bank, vielleicht sind hier weitergehende aktuelle Informationen eingestellt, die Dir direkt schon weiterhelfen.

 

Auch besteht für Soloselbständige und kleine Unternehmen ggs. die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) geförderte Kredite aufzunehmen, die eine bis zu 100%igen Haftungsfreistellung für die zu finanzierende Bank ermöglichen (wie zum Beispiel der KfW-Schnellkredit 2020). Hierfür gibt es feste Kriterien, die immer mit der Hausbank zu besprechen sind. 

 

 

Welches Risiko gehst Du ein, wenn Du nicht reagierst?

Wirst Du selbst nicht aktiv, obwohl Du weißt, dass Du Deine Kreditverpflichtungen auch jetzt  nicht vertragsgemäß weiterzahlen kannst, und es im schlimmsten Fall auf eine Mahnung bis hin zur Kreditkündigung ankommen läßt, dann hat diese erhebliche negative Auswirkungen. Dies würde dazu führen, dass Mahnungen und/oder Kreditkündigungen der Schufa gemeldet werden, und sich damit Dein Schufascore und Deine Bonität deutlich verschlechtert.

 

Da Negativmerkmale drei Jahre in der Schufa bestehen bleiben, wärst Du im schlimmsten Fall bis Ende 2023 nicht mehr kreditwürdig und verbaust Dir Deine finanzielle Zukunft.

 

Deshalb:

Wenn Du vorher und rechtzeitig offen über Deine finanzielle Situation mit Deiner Finanzierungsbank sprichst, bevor Du die Situation eskalieren läßt, dann glaube ich, dass Deine Bank gsprächsbereit ist, Dir zu helfen.

 

Welche weiteren Lösungsmöglichkeiten könnte es noch geben, wie Du deine Kreditrate dauerhaft reduzieren kannst?

 

  • Prüfe in Deinen Kreditverträgen, ob grundsätzlich die Reduzierung Deiner bishrigen Kreditrate möglich ist. Einige Banken, wie zum Beispiel die ING und DSL-Bank bieten diese Option in der Regel an.

 

  • Wann läuft Deine Zinsbindung aus und wann kannst Du bereits Maßnahmen zur Verängerung Deines Kredites treffen?

 

  • Hast Du ein Dir evtl. zur Verfügung stehendes gesetzliches Kündigungsrecht vor Ablauf der Zinsbindung geprüft (§ 489 BGB)?

 

  • Hast Du die Möglichkeit eines Abschlusses eines Forwarddarlehens geprüft, um Dir zumindest nach Ablauf der Zinsbindung bereits beispielsweise 12 oder 24 Monate die sehr günstigen Zinssätze bereits jetzt zu sichern, damit Du für die Zukunft planen kannst?

 

  • Ist es möglich, Dein Darlehen auf eine andere Darlehensform bereits jetzt mit niedrigerer Tilgung umzustellen (beispielsweise Bauspardarlehen mit hohen Tilgungsraten)?

 

 

Wie kann ich Dir helfen?

Du kannst mich gerne direkt ansprechen, wenn

 

  • ich Dich bei deinen Bankgesprächen begleiten soll

 

  • ich mit Dir gemeinsam Lösungswege erarbeiten soll, wie Du nachhaltig Deine finanziellen Verpflichtungen tragen kannst

 

  • ich Dir dauerhaft als Coach beratend zur Seite stehen soll

 

Fazit:

Es ist gerade in der jetzigen Coronakrise nach meiner Einschätzung eine Pflichtaufgabe, dass Du Dir alle bestehenden Kreditverträge (ob Immobiliendarlehen, Verbraucherkredite, Leasingverträge, Geschäftskredite etc.) genauer anzuschaust und im aktiven Dialog mit Deiner Finanzierungsbank gehst, um über Möglichkeiten von Tilgungs- und Vertragsumstellungen zu besprechen. Und dies zeitnah!

 

So kannst Du Dich rechtzeitig auf Deine berufliche und persönliche Situation einstellen, um die richtigen Hebel umzustellen und an den richtigen Stellschrauben zu drehen.

 

 

Sofern Du weitere Informationen haben möchtest oder Du Unterstützung bei der Umsetzung der beschriebenen Maßnahmen benötigst, kannst Du Dich gerne an mich über die unten stehenden Kontaktmöglichkeiten wenden.

 

Dein Podcaster und Blogger Alexander Katz Der Finanzblog und -podcast „Wenn’s um Deine Mäuse geht“

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